Wir freuen uns, dass Sie Interesse an der Förderung des Fußverkehrs haben. Sie erhalten hiermit Informationen über das Projekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ sowie das im April 2018 angelaufene Projekt „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“.

Das aktuelle Projekt „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ baut auf dem Projekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ auf. Dabei soll der im ersten Projekt entwickelte Handlungsleifaden „Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie“ auf seine Praktikabilität und Umsetzbarkeit getestet und evaluiert werden. Zudem wird es Fußverkehrs-Checks und Workshops in sieben weiteren Modellstädten geben. Zudem werden Kommunen in ganz Deutschland mit mehr als 20.000 Einwohnern nach Ihren Wünschen und Erwartungen an ein bundesweites Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Kommunen befragt, welche durch interessierte Kommunen bei einem Aktivseminar ergänzt und diskutiert werden.

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. möchte Sie unterstützen durch Informationen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neuigkeiten zum Fußverkehr finden Sie auch auf facebook und twitter.

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Aktuelles aus den Modellstädten

Grüne Ampelfrau in Halle (Saale)

Was ist gelaufen und was steht an in unseren Modellstädten?
Hier erfahren Sie es!

Bevorstehende Termine:

  • Mainz: Auftaktgespräch und Rundgang mit der Stadtverwaltung (intern) am Dienstag, den 11. Juni 2019
  • Göttingen: Öffentlicher Fußverkehrs-Check am Dienstag, den 18. Juni 2019 ab 16 Uhr
  • Coesfeld: Öffentlicher Fußverkehrs-Check am Donnerstag, den 27. Juni 2019 ab 17:30 Uhr

Vergangene Termine:

  • Erlangen: Autaktgespräch und Rundgang mit der Stadtverwaltung (intern) am Dienstag, den 9. April 2019
  • Frankfurt (Oder): Autaktgespräch und Rundgang mit der Stadtverwaltung (intern) am 1. April 2019

Neustrelitz auf den (Fuß-)Weg gebracht

Marktplatz-Mitte Neustrelitz

Es ist geschafft - Neustrelitz erhält als erste von sieben Modellstädten des Projekts "Bausteine für Fußverkehrsstrategien" unsere Fußverkehrsstrategie-Urkunde und darf sich nun - wie Chemnitz, Eisenach, Jena, Marl und Rendsburg aus der vorangegangenen Projektperiode - zum Kreis der "vollwertigen" Fußverkehrsstrategie-Modellstädte zählen.
Am Donnerstag (31.01.2019) nahm Bauderzernent Karsten Rohde stolz die Urkunde entgegen und versprach, dass die Stadtverwaltung alle im Rahmen unserer Projektaktivitäten in Neustrelitz vorgeschlagenen Maßnahmen und Hinweise für die weitere Prüfung, Diskussion und Planung aufnehmen wird, wies jedoch daraufhin, dass nicht alle Maß­nahmen gleich prioritär behandelt werden können. Kleinere Maßnahmen mit eher geringem Kosten­aufwand möchte die Stadtverwaltung im Sinne der Verbesserung der Fußverkehrs-Infrastruktur relativ kurzfristig umsetzen, andere Maßnahmen bedürften hingegen einer Abstimmung mit weiteren Behörden (Verkehrsbehörde, Tiefbauamt, Ordnungsamt etc.) und ggf. einer fachlichen Variantenprüfung. Im Zuge der zeitnah anstehenden Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans besteht die Chance, dass die erarbeiteten Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung der Situation für den Fußverkehr Berücksichtigung finden, wovon Fußgänger/innen in Neustrelitz schon bald profitieren könnten. Als Maßnahmen mit höherer Priorität sollen zunächst solche entlang der stark frequentierten Wegerelationen zwischen dem Bahnhof / ZOB und dem Stadtzentrum (Fußgängerzone / Marktplatz) berücksichtigt werden. Wünschenwert ist beispielweise die Umwidmung des Marktplatzes in einen "verkehrsberuhigten Bereich", sodass anstatt der heutigen Dominanz des Kfz-Verkehrs bald ein respektvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmer/innen mit gegenseitiger Rücksichtnahme im Sinne der schwächeren Verkehrsträger (Rad- und Fußverkehr) auf diesem wichtigen Platz des Stadt herrschen kann und dort signalisiert wird, dass in Neustrelitz gut und sicher zu Fuß gegangen werden kann.
Die wichtigsten Ergebnisse zum Nachlesen finden Sie im Abschlussprotokoll (PDF) sowie Ausführliches auf der Modellstadt-Seite für Neustrelitz.

FUSS e.V. checkt's - Die Check-Broschüre ist da!

Fußverkehrs-Check

Mit der aus Recherchen, Interviews und unseren Erfahrungen aus den Modellstädten unseres Projekts "Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien" zusammengestellten Broschüre möchten wir Kommunen und Bürger/innen ermuntern, selbstständig Fußverkehrs-Checks durchzuführen. Darin enthalten sind die wichtigsten Tipps zu Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Fußverkehrs-Checks sowie eine Übersicht über geeignete Check-Formate und Check-Listen. Auch für kommunale Mitarbeiter/innen, die bereits einen Fußverkehrs-Check in seiner/ihrer Kommune durchgeführt haben oder sogar bereits an einer Fußverkehrsstrategie arbeiten, gibt die Broschüre hilfreiche Hinweise zur konzeptionellen Einbindung von Fußverkehrs-Checks, denn ein Fußverkehrs-Check reicht in der Regel nicht aus! Gecheckt?

Die Broschüre gibt es als Download (PDF) und als Print-Version in unserem Online-Shop.
Die ausführlichen Texte und Informationen finden Sie weiterhin auf www.fussverkehrs-check.de.

Gemeinsam läuft es besser - Vernetzung fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Deutschland

FUSS e.V. präsentiert das potenzielle Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Kommunen.

Für alle fußverkehrsbewussten Kommunen, die nicht allein dastehen wollen, wenn es darum geht, den Fußverkehr in ihrer Stadt voranzubringen,veranstaltete FUSS e.V. am 10. Oktober 2018, also am Vortag des 2. Deutschen Fußverkehrskongresses, in Berlin ein Aktivseminar mit dem Motto „Gemeinsam läuft es besser!“. Dabei ging es darum, fußverkehrsinteressierten Städten erstmalig eine Gelegenheit zu bieten, andere Kommunen kennenzulernen, denen der Fußverkehr ebenso am Herzen liegt, damit sie fortan voneinander und miteinander lernen können. Zudem baten wir die Kommunen, uns ihre Wünsche und Erwartungen an ein bundesweites Netzwerk für fußverkehrsfreundliche Städte mitzuteilen, wozu im Vorfeld bereits auch eine deutschlandweite Umfrage stattgefunden hat.

Alle Ergebnisse der Vorab-Befragung sowie des Aktivseminars finden Sie unter dem Menüpunkt Vernetzung.

 

 

Ziele der Projekte

Mit diesen Projekten möchte der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. notwendige Grundlagen für eine strategische Förderung des Fußverkehrs auf kommunaler Ebene sammeln und weiterentwickeln. Angestrebt wird eine möglichst zielgruppengenaue Erfassung und Analyse der Bedingungen und Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern über Umfragen, Fachinterviews sowie Fußverkehrs-Audits und Workshops in ausgesuchten Modellstädten. Ein daraus zu entwickelnder Handlungsleitfaden soll den Städten und Gemeinden durch die Bereitstellung von Praxis-Hinweisen, Erfahrungswerten und Entscheidungshilfen bei der Erstellung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie helfen.

 

Diese Projekte werden gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

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Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.

www.bmu.de

www.umweltbundesamt.de

 

 

Im Rahmen des Projektes „Bausteine für Fußverkehrsanlagen“ wurden folgende

für die Modellstadt Frankfurt (Oder) verwendet.

Verwendete Quellen

  • Badstüber, Ernst: Brandenburg, DuMont Kunst-Reiseführter, DuMont Buchverlag, Köln, 3. Auflage 1995
  • Berger, Joachim: Mark Brandenburg – freiheitlich & rebellisch, Lese-Wander-Buch, Nord und Ost, Goebel Verlag, Berlin 1993
  • Deutsch-Polnische Tourist-Information (Hrsg.): KULTUR(VER)FÜHRER FRANKFURT (ODER)
  • Gorges, Hans-Jürgen, Europäische Wandervereinigung e.V. (Hrsg.): Wegweiser Auf Tour in Europa, Das Handbuch für die Europäischen Fernwanderwege, Deutscher Wanderverlag Dr. Mair & Schnabel & Co., Stuttgart 1999/2000
  • Goyke, Frank: Auf dem Jakobsweg durch Brandenburg, Band 2 Von Ost nach West, be.bra verlag GmbH, Berlin 2016
  • Halbach. Ingrid, Matthias Rambow, Horst Büttner und Peter Rätzel: Architekturführer DDR Bezirk Frankfurt (Oder), VEB Verlag für Bauwesen, 1. Auflage 1987
  • Kulturbüro Frankfurt (Oder) (Hrsg.): KUNST im öffentlichen Raum – STADT Zentrum Frankfurt (Oder), 2006
  • Kulturbüro Frankfurt (Oder) (Hrsg.): KUNST im öffentlichen Raum, Teil 2, STADT Stadt- und Ortsteile Frankfurt (Oder), 2015
  • Reschke, Manfred: Wanderungen durch Brandenburg, Trescher Verlag, 2. Auflage 2011
  • Schwerdtle, Dieter und Jörg Bader: Frankfurt (Oder) Stadtbild im Wandel, Wartberg Verlag, 1. Auflage 1993
  • Stadt Frankfurt (Oder), Der Oberbürgermeister (Hrsg.): Heinrich v. Kleist Route – Eine Entdeckungsreise quer durch Frankfurt (Oder) und Slubice
  • Stribrny, Wolfgang und Fritz Zäpke: Frankfurt/Oder Porträt einer Brückenstadt, Westkreuz-Verlag Berlin/Bonn, 2. überarbeitete Auflage 1991. Diese Veröffentlichung ist zwiespältig, auf der einen Seite historisch informativ, auf der anderen Seite werden die Fehler und Greultaten der Sowjets und der Polen deutlicher benannt, als die der Deutschen Wehrmacht in den Jahren davor. Leider gibt es derzeit kaum andere zusammenfassende historische Abhandlungen über die Stadt.
  • Tourismusverein Frankfurt (Oder) e.V. (Hrsg.), Christine Hellert: Frankfurt! Stadtrundgang mit Stadtplan, Regia Verlag
  • Verein der Freunde und Förderer des Museums Viadrina Frankfurt (Oder) (Hrsg.): Frankfurt (Oder) Straßen, Wege und Plätze in ihrer historischen Entwicklung, Frankfurter Jahrbuch 2002, Verlag Die Furt, Jacobsdorf 2003

Verwendete Planungsunterlagen

  • Büro für Stadtplanung, -forschung und – erneuerung (PFE) (Auftragnehmer), Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) (Auftraggeber): Integriertes Stadtentwicklungskonzept Frankfurt (Oder) - INSEK 2014 bis 2025 -, 9. Mai 2014
  • Ingenieurbüro Lohmeyer Radebeul (Auftragnehmer), Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Land Brandenburg (Auftraggeber): Luftreinhalteplan Frankfurt (Oder), Abschlussbericht, 10. Dezember 2012
  • IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und –systeme (Auftragnehmer), Stadt Frankfurt (Oder) (Auftraggeber): Mobilitätsplan Frankfurt (Oder) 2030+ - Analyse und Rahmenbedingungen der Entwicklung von Mobilität und Verkehr, Vorabzug, August 2017
  • IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und –systeme (Auftragnehmer), Stadt Frankfurt (Oder) (Auftraggeber): Mobilitätsplan Frankfurt (Oder) 2030+ - Analyse und Rahmenbedingungen der Entwicklung von Mobilität und Verkehr, Vortrag Dipl.-Ing. Johannes Fischer vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Umwelt am 29. August 2018
  • IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und –systeme (Auftragnehmer), Stadt Frankfurt (Oder) (Auftraggeber): Mobilitätsplan Frankfurt (Oder) 2030+ - Leitbild und Ziele des Mobilitätsplans, Vorabzug, September 2017
  • Prof. Dr.-Ing. Gerd-Axel Ahrens, vip verkehrs und infrastrukturplanung der Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“, Institut für Verkehrsplanung und Straßenverkehr der Technischen Universität Dresden: Bericht zum Forschungsprojekt „Mobilität in Städten – SrV 2013“ in Frankfurt (Oder), Dresden, 2014
  • Stadt Verkehr Umwelt, Planungsbüro Dr.-Ing. Ditmar Hunger (Auftragnehmer), Stadt Frankfurt (Oder), Amt für Umweltschutz, Landwirtschaft und Forsten (Auftraggeber): Lärmaktionsplan Stadt Frankfurt (Oder), Fortschreibung 2013, Entwurf Abschlussbericht 29. Oktober 2013

Verwendete Karten

  • Stadtplan Frankfurt (Oder), Maßstab 1:20 000, 6. Auflage, Städte-Verlag
  • Frankfurt (Oder) Slubice, Stadtplan 1:20 000, Innenstadt 1:8 000, Blochplan, 2016
  • Stadtplan Frankfurt (Oder), Städte Verlag, 2. Auflage, Maßstab 1:20 000
  • Kompass (Hrsg.): Südliches Märkisch Oderland, Wandern – Rad, 746, 1:50.000, Rum/Innsbruck 2011
  • Dr. Barthel Verlag (Hrsg.): Naturpark Schlaubetal, Frankfurt (Oder), Guben, Eisenhüttenstadt und Umgebung, Große Radwander- und Wanderkarte, 50.000, Borsdorf bei Leipzig, Laufzeit bis 2023
  • Verlag Pharus Plan, FUSS e.V. (Hrsg.), in www.wander-bahnhoefe-brandenburg.de und Reschke, Manfred: Wanderungen durch Brandenburg, Trescher Verlag, 2. Auflage 2011
  • Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg LGB (Hrsg.): Topographische Karte 1:25.000, Blatt 3552 Alt Zechdorf, Potsdam 2015
  • Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg LGB (Hrsg.): Topographische Karte 1:25.000, Blatt 3553 Lebus, Potsdam 2015
  • Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg LGB (Hrsg.): Topographische Karte 1:25.000, Blatt 3652 Jacobsdorf, Potsdam 2016
  • Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg LGB (Hrsg.): Topographische Karte 1:25.000, Blatt 3653 Frankfurt (Oder), Potsdam 2015

 

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Interessierte Kommunen an einem Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte in Deutschland

Im Rahmen des Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ wollen wir Kommunen in Deutschland dazu anregen, sich hinsichtlich einer strategischen Förderung des Fußverkehrs zu Vernetzen. Diese Seite bietet allen vernetzungsfreudigen Kommunen und Interessierten des Fußverkehrs eine erste Info-Plattform mit

 

 

 

 

Interessiert?

Sie haben auch Interesse an einem Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Kommunen und wollen dazu auf dem Laufenden gehalten werden? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

 

(Foto: Stephanie Hofschlaeger/ pixelio.de)

An dieser Stelle wollen wir Sie darüber informieren, was sich Kommunen in Deutschland für ein bundesweites Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte wünschen und welche Erwartungen sie daran knüpfen. Dazu stellen wir Ihnen

 

 

1. Ergebnisse aus der Vorab-Befragung

Im Mai 2018 wurde an alle deutschen Kommunen über 20.000 Einwohner/innen ein Fragebogen per Mail versendet, in dem wir die Wünsche und Erwartungen an ein bundesweites Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte abgefragt haben. An der Umfrage haben insgesamt 92 Personen aus 87 Kommunen deutschlandweit teilgenommen. Bis auf die Stadtstaaten Hamburg und Bremen haben wir jeweils von mindestens einer Stadt aus jedem Bundesland eine Rückmeldung erhalten. Die meisten Rückmeldungen (etwa zwei Drittel) bekamen wir aus Großstädten (mehr als 100.000 Einwohner) und kleinen Mittelstädten (25.000 – 49.999 Einwohner). An der Befragung haben sich auch zehn der zwölf Modellstädte aus unseren Projekten “Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien” und “Bausteine für Fußverkehrsstrategien” beteiligt.

Von 92 an der Befragung teilgenommenen Personen gaben rund 71 % an, als Kommune bereits Mitglied in einem oder mehreren regionalen, länder- oder bundesweiten Netzwerken für nachhaltige Mobilität (z. B. Netzwerk für fahrradfreundliche Kommunen) zu sein. 25 % sind mit ihrer Kommune (noch) nicht Teil eines solchen Netzwerks und etwa vier Prozent ist nichts darüber bekannt.

So schätzen die Befragten folgende Aspekte hinsichtlich der Fußverkehrsförderung in Ihrer Kommune ein:

Ergebnisse der Bestandsumfrage in den Kommunen

Sowohl der Wissensstand als auch die Verfügbarkeit von literarischen Grundlagen und Kenntnisse zu den Richtlinien werden mit guter Schulnote beurteilt, während sich die Personalsituation sowie die Verfügbarkeit finanzieller Mittel im Durchschnitt am schlechtesten darstellen. Weitere Punkte wie die Durchführung von Projekten, die Aufmerksamkeit für das Thema Fußverkehr und die Zufriedenheit der Bevölkerung liegen im Mittelfeld der Beurteilung. Auch der Austausch mit Experten und anderen Kommunen wird von den Befragten durchschnittlich als befriedigend bewertet.

Aus folgenden Gründen würden Kommunen an einem Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte teilhaben:

Gründe zur Teilhabe an einem Netzwerk für fußverkehrsfreundliche Städte

Die meisten an der Befragung teilgenommenen Personen (rund 86 %) haben Interesse am Vorgehen anderer Kommunen und kaum weniger würden gerne von und mit anderen Kommunen lernen. Etwa drei Viertel wünschen sich einen allgemeinen Erfahrungsaustausch „auf Augenhöhe“, während auch 25 % ihre Erfahrungen an unerfahrene Kommunen weitergeben würden wollen.

 

 

Bei einem Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte wäre den Kommunen Folgendes wichtig:

Wünsche für ein Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte

Themenzentrierte Veranstaltungen und Seminare sind den meisten an der Befragung teilgenommenen Personen am wichtigsten (70 %), gefolgt von engagierten Teilnehmer/innen (57 %), einer hohen Vielfalt an Kommunen (39 %) und stattfindenden Fachexkursionen (32 %). Weniger wichtig sind ihnen gemeinsame Projekte und Aktionen sowie ein gemeinsames Internetportal (beides jeweils 23 %), regelmäßige Meetings (18 %) und eine gemeinsame Online-Chat-Plattform als auch die hohe Anzahl an teilnehmenden Kommunen (beides jeweils 15 %).

Die Kommunen erwarten folgende Vorteile aus einem Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Kommunen:

Vorteile eines Netzwerks für fußverkehrsfreundliche Städte

Hauptsächlich erhofft werden sich neue Ideen und erprobte Maßnahmen aus vergleichbaren Kommunen (88 %) und eine Steigerung des eigenen Erfahrungsschatzes/ Wissensgewinn im Bereich Fußverkehr (86 %). Weniger wichtig ist der Gewinn von mehr Sicherheit im Umgang mit der Förderung des Fußverkehrs (58 %), eine höhere bzw. positive mediale Aufmerksamkeit (38 %) und die Möglichkeit, jederzeit Fragen stellen zu können (35 %). Die Kommunen setzen kaum Erwartungen an ein besseres Image ihrer Kommune (24 %) oder eine Entlastung der Mitarbeiter/innen in ihrer Verwaltung (11 %).

Folgende Fragen würden die an der Befragung teilgenommenden Personen einer Kommune stellen, die bereits einen Erfahrungsschatz im Umgang mit der Förderung des Fußverkehrs hat:

(kleine Auswahl häufig gestellter Fragen)

Einstieg in die Fußverkehrsförderung / Vorgehensweise

  • Wie ist der Einstieg in das Thema erfolgt bzw. welcher war der erste Schritt (politischer Auftrag, Eigeninitiative der Verwaltung, Bürgerinitiative …)?
  • Welche Maßnahmen zur Fußverkehrsförderung und Sicherheit haben eine große Aussicht auf Erfolg?
  • Unter welchen Voraussetzungen kann man den Fußverkehr attraktiv gestalten?

Auswirkungen des Einstiegs in die Fußverkehrsförderung

  • Hat es etwas in der Realität gebracht (Rückgang Unfallquote, Vergrößerung Zufriedenheit, Einsparung, Qualität etc.)?
  • Wie kam das Projekt bei Bürgern+Politikern+Anwohnern an (z.B. wegen Wegfall von Parkplätzen, Akzeptanz der Situation vorher/nachher)?

Politik und Planung

  • Welche Möglichkeiten der finanziellen und personellen Förderung gibt es?
  • Wie ist Ihre personelle Situation und wie viel Prozent Ihrer Arbeitskapazität können Sie dem Fußverkehr widmen?
  • Wie kann der Fußverkehr besser in das Bewusstsein der Politik gerückt bzw. durchgesetzt werden?
  • Gibt es einen Fußverkehrsverantwortlichen, einen Beirat, Fußverkehrsbeauftragten o.Ä.?
  • Wie vermeidet man Konflikte mit dem Radverkehr?

2. Hinweise und Anregungen aus dem Aktivseminar

Teilnehmende pinnen ihre beschriebenen Kärtchen an die Moderationswand

Die Teilnehmenden haben vor der Diskussion in der großen Runde zunächst Zeit bekommen, erst einmal für sich in Ruhe die Wünsche und Erwartungen an ein bundesweites Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Kommunen auf Moderationskarten zu schreiben, welche dann an einer Pinnwand zusammengetragen und thematisch geclustert worden sind. Dabei haben sich folgende fünf Themenbereiche herauskristallisiert:

  1. Erfahrungsaustausch
  2. Wissenstransfer und Argumentationshilfen
  3. Lobby
  4. Aufmerksamkeit / politisches Gewicht
  5. Netzwerk: Bund / Länder / Kommunen / Dt. Städtetag / Fußverkehrskongress

In der letzten Pause des Aktivseminars erhalten die Teilnehmenden je drei Klebepunkte zur Priorisierung der vorgebrachten Ideen, Vorschläge und Anmerkungen, was folgendes Ergebnis hervorbringt:

7 Punkte

  • Mobilitätskultur fördern

5 Punkte

  • Aktion wie „Stadtradeln“ oder „mit dem Rad zu Arbeit“ (entsprechend z.B. „Schritte zählen“)

4 Punkte

  • Wissenstransfer und Argumentationshilfen
  • Preis für Mobilitätskultur
  • Beispiele verschlagwortet
  • AG Umweltverbund mit Gliederungen Fuß-, Rad- und öffentlicher Verkehr
  • Zusammenarbeit, z.B. mit Deutschem Städtetag, FGSV
  • Aufmerksamkeit / politisches Gewicht

3 Punkte

  • Gute lokale Beispiele
  • Behindertenverbände, Gesundheit, Wirtschaft, Einzelhandel etc. einbinden
  • Lobby

2 Punkte

  • Argumentationshilfen
  • Argumentative Unterstützung für „verrückte“ Ideen = Experimentierklausel
  • Politisches Gewicht erhöhen
  • Verknüpfung mit dem Fußverkehrskongress

1 Punkt

  • E-Mail-Verteiler
  • Verbindung Öffentlicher Verkehr – Fußverkehr betonen
  • AGFS als Mitglieder mit einbinden
  • Einbindung, z.B. Deutschen Städtetag, deutsche Städte und Gemeinden, FGSV, Arbeitskreis Fußverkehr
  • Erfahrungsaustausch
  • Best-Practice-Beispiele aus einzelnen Kommunen im Netzwerk verteilen

 

Diskussionsrunde

Teilnehmende diskutieren über Themen der Fußverkehrsförderung

Im Seminar gibt es schließlich im Rahmen einer Diskussionsrunde konkrete Hinweise und in den Raum gestellte Grundsatzfragen bezüglich eines bundesweiten Netzwerks fußverkehrsfreundlicher Städte. Zunächst einmal sind sich die Teilnehmenden einig, dass das Zufußgehen eine bislang unterschätzte „Schlüsselmobilität“ sei, zumal Gehen auch das Knüpfen sozialer Kontakte fördere und es eine „neue“ Mobilitätskultur in Deutschland geben sollte. Die entscheidende Frage lautet aber: Welche Akteure sollten nun eigentlich Mitglied in einem bundesweiten Netzwerk für Fußverkehr werden bzw. braucht es neben den Kommunen noch weitere Akteure?

Der Hinweis eines Teilnehmenden besagt, dass in jedem Fall keine unnötigen Doppelstrukturen zu beispielsweise bereits bestehenden Arbeitsgemeinschaften Radverkehr (auf Landesebene) aufgebaut werden sollten, da dies möglicherweise eine nicht gewollte Konkurrenzbetrachtung unter den unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern suggeriert. Daher wird vorschlagen, auch Arbeitsgemeinschaften Fahrradfreundliche Kommunen mit in das Netzwerk einzubeziehen. Vielmehr solle aber der Umweltverbund (Fuß, Rad, ÖPNV) im Ganzen berücksichtigt bleiben sollte, beispielsweise mittels einer AG Umweltverbund. Darüber hinaus sollte auch die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) angesprochen werden, wobei es in der Regel immer hilfreich sei, Forschungs- und Bildungseinrichtungen hinzuzuziehen. Weitere Ideen der Teilnehmenden sind die Einbindung des Deutschen Städtetags, die Hierarchierisierung einer AG Umweltverbund in mehrere Unterarbeitsgruppen sowie das Ansprechen weiterer Lobbyverbände aus den Bereichen Wirtschaft, Einzelhandel, Gesundheit als auch die der Behinderten und Senioren. Alles in allem sei der Fußverkehr eine Querschnittsaufgabe, zu der viele verschiedene Akteure einzubeziehen sind, was den Kreis der potenziellen Mitglieder eines Netzwerks Fußverkehr Deutschland um ein vielfaches erhöhe. Eine abschließende Beantwortung der Mitgliederfrage bleibt somit bis zum Ende des Seminars aus.

Bezüglich der Wünsche für ein Netzwerk äußerten die Teilnehmenden als Ideen beispielsweise

  • das Anlegen eines klassischen Mail-Verteilers, ggf. ergänzt um eine Koordinierungsstelle, um effektiver zwischen Fragendem und Wissendem vermitteln zu können,
  • die Organisation einer Diskussionsveranstaltung, bei der zwei gegensätzlich positionierte Podiumsredner/innen gegeneinander antreten,
  • die Durchführung von gemeinsamen Aktionen entsprechend des Stadtradelns bei der Radverkehrsförderung,
  • die Verleihung eines speziellen Preises „Mobilitätskultur“ an Kommunen,
  • einen stärkeren fachlichen und wissenschaftlichen Beistand in Form von Argumentationshilfen für die Kommunen,
  • die digitale Bereitstellung von Best-practice-Beispielen aus der Fußverkehrsförderung sowie
  • die stärkere Verschlagwortung der von FUSS e.V. auf dessen Website www.fuss-ev.de zur Verfügung gestellten fachlichen Themen im Bereich des Fußverkehrs sowie der bisher erschienenen Berichte aus der verbandseigenen Fachzeitschrift „mobilogisch!“.

Letztendlich sei das regelmäßige Zusammenkommen der Netzwerk-Mitglieder für eine face-to-face-Kommunikation sehr wichtig – und das nicht nur an einem einzigen festgesetzten Ort, sondern mit wechselnden Ausrichterstädten.