Wir freuen uns, dass Sie Interesse an der Förderung des Fußverkehrs haben. Sie erhalten hiermit Informationen über das Projekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien (FVS)“ sowie das im April 2018 angelaufene Projekt „Bausteine für Fußverkehrsstrategien (FVS2)“.

Das aktuelle Projekt „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ baut auf dem Projekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ auf. Dabei soll der im ersten Projekt entwickelte Handlungsleifaden „Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie“ auf seine Praktikabilität und Umsetzbarkeit getestet und evaluiert werden. Zudem wird es Fußverkehrs-Checks und Workshops in sieben weiteren Modellstädten geben. Im Rahmen eines Aktivseminars soll darüber hinaus der Grundstein für ein Netzwerk fußgängerfreundlicher Kommunen gelegt werden. Dazu werden Kommunen in Deutschland mit mehr als 20.000 Einwohnern nach Ihren Wünsche und Erwartungen befragt, welche dann durch interessierte Kommunen bei dem Seminar ergänzt und diskutiert werden.

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. möchte Sie unterstützen durch Informationen…

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Gemeinsam läuft es besser - ein Netzwerk für fußverkehrsfreundliche Kommunen

Für alle fußverkehrsbewussten Kommunen, die nicht allein dastehen wollen, wenn es darum geht, den Fußverkehr in ihrer Stadt voranzubringen, bietet FUSS e. V. den idealen Termin, sich mit fußverkehrsfreundlichen Städten deutschlandweit auszutauschen.
Unser Aktivseminar unter dem Motto „Gemeinsam läuft es besser!“ soll fußverkehrsinteressierten Städten dazu dienen, nicht nur uns ihre Wünsche und Erwartungen an ein Netzwerk für fußverkehrsfreundliche Städte mitzuteilen und so den Grundstein für ein solches Netzwerk zu legen. Es bietet den Teilnehmenden die einmalige Gelegenheit, andere Kommunen kennenzulernen, denen der Fußverkehr ebenso am Herzen liegt, damit sie fortan voneinander und miteinander lernen können.
Das Seminar findet am 10. Oktober 2018, 14 – 18 Uhr in Berlin statt und damit am Vortag des 2. Deutschen Fußverkehrskongresses (ebenfalls in Berlin). Eine Kombination beider Veranstaltungen ist sicher sehr sinnvoll. Mehr Infos.

Ziele der Projekte

Mit diesen Projekten möchte der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. notwendige Grundlagen für eine strategische Förderung des Fußverkehrs auf kommunaler Ebene sammeln und weiterentwickeln. Angestrebt wird eine möglichst zielgruppengenaue Erfassung und Analyse der Bedingungen und Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern über Umfragen, Fachinterviews sowie Fußverkehrs-Audits und Workshops in ausgesuchten Modellstädten. Ein daraus zu entwickelnder Handlungsleitfaden soll den Städten und Gemeinden durch die Bereitstellung von Praxis-Hinweisen, Erfahrungswerten und Entscheidungshilfen bei der Erstellung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie helfen.

 

Diese Projekte werden gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

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Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.

www.bmu.de

www.umweltbundesamt.de

 

 

Handlungsleitfaden
Neuwerk (Gestaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit)

Sie können wählen als Download zwischen

Die Print-Fassung des Handlungsleitfadens kann bestellt werden unter: Kontakte.

 

Der Leitfaden entstand auf der Grundlage von

  • zahlreichen Befragungen von Fußgängerinnen und Fußgängern verschiedener Alters- und Zielgruppen sowie von Fachleuten,
  • Interviews mit Verbändevertreterinnen und –vertretern,
  • intensiven Diskussionen in den drei Sitzungen des Projekt-Fachbeirates,
  • Verwaltungsgesprächen in fünf Modellstädten und weiteren Kontaktstädten,
  • Gesprächen und Erfahrungen im Rahmen von zwölf kommunalen Workshops,
  • Recherchen zur Vorgehensweise in Städten, die sich eine Fußverkehrsförderung zum Ziel gesetzt haben (Konzept-Beispiele),
  • Erfahrungen bei Ortsbegehungen und Fußverkehrs-Checks in fünf Modell- und einigen weiteren Kontaktstädten.

In den Jahren 2016 bis 2018 waren insgesamt etwa 700 Menschen daran beteiligt, herauszufinden, wie eine strategische Förderung des Zufußgehens aussehen sollte und was deshalb in diesem Handlungsleitfaden zumindest auch als Thema benannt werden müsste. Dabei ging es nicht darum, ein völlig neues Konzept zu entwickeln, vielmehr soll der Handlungsleitfaden die vorhandenen Ansätze darlegen und daraus Handlungsempfehlungen ableiten.

 

 

(Foto: Stephanie Hofschlaeger/ pixelio.de)

Für alle fußverkehrsbewussten Kommunen, die nicht allein dastehen wollen, wenn es darum geht, den Fußverkehr in ihrer Stadt voranzubringen, bieten wir von FUSS e. V. nun den idealen Termin, sich mit fußverkehrsfreundlichen Städten deutschlandweit auszutauschen.

Unser Aktivseminar unter dem Motto „Gemeinsam läuft es besser!“ soll fußverkehrsinteressierten Städten dazu dienen, nicht nur uns ihre Wünsche und Erwartungen an ein Netzwerk für fußverkehrsfreundliche Städte mitzuteilen und so den Grundstein für ein solches Netzwerk zu legen. Es bietet den Teilnehmenden die einmalige Gelegenheit, andere Kommunen kennenzulernen, denen der Fußverkehr ebenso am Herzen liegt, damit sie fortan voneinander und miteinander lernen können.

Das Seminar findet am 10. Oktober 2018, 14 – 18 Uhr in Berlin statt (genauer Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben).

Es wird interessante Inputvorträge, Neuigkeiten aus der Anwendungspraxis unseres „Handlungsleitfadens für Fußverkehrsstrategien“ und - ganz wichtig - viel Zeit geben, in der die Städte zu Wort kommen, um gemeinsam die Ansprüche an eine Vernetzung fußgängerfreundlicher Städte zu definieren.

Die Anmeldung kann direkt und formlos per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschehen... aber nicht zu spät, denn sonst sind eventuell schon alle Plätze belegt!

Unser Aktivseminar findet am Vortag des 2. Deutschen Fußverkehrskongresses (ebenfalls in Berlin) statt. Eine Kombination beider Veranstaltungen ist sicher sehr sinnvoll. Beim Kongress bietet FUSS e.V. ein ergänzendes Forum (III.3) am Freitag, den 12.10. an.

FUSS e.V., Bernd Herzog-Schlagk

Über den Zaun sehen und von anderen lernen. Deutschland ist bei weitem nicht in vorderster Reihe, wenn es um die Förderung des Fußverkehrs geht. Es macht sogar den Eindruck, als habe es in den letzten Jahren den Anschluss etwas verpasst. Unsere Nachbarn haben nicht nur intensiv über die Vorteile des Gehens in den Städten nachgedacht, sondern längst Strategien entwickelt und Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Komforts von Fußgängerinnen und Fußgängern eingeleitet.

So hat die Schweiz bereits 2002 ein umfassendes Konzept für den „Langsamverkehr“ entwickelt, Österreich hat 2015 einen nationalen „Masterplan Gehen“ veröffentlicht und zahlreiche europäische Städte arbeiten an einer strategischen Förderung des Fußverkehrs. Und sogar nordamerikanische Städte, von denen wir einst die allein auf das Auto ausgerichtete Verkehrsplanung übernehmen wollten, steuern angesichts zunehmender Herausforderungen um und haben die Förderung des Fußverkehrs als einen Lösungsansatz entdeckt.

Wir haben für Sie einige ausgesuchte Beispiele der strategischen Förderung des Fußverkehrs außerhalb von Deutschland zusammengestellt. Diese ergeben natürlich nur einen kurz zusammengefassten und zeitabhängigen Einblick und können durch weitere hier nicht erwähnte Aktivitäten überholt sein. Zudem konnte und sollte auch keine Einschätzung der Aktivitäten vorgenommen werden. Die Beispiele sind als Anregung gedacht, um sich bei Interesse genauer sachkundig zu machen.

Konzepte in Städten und Gemeindezusammenschlüssen:

  • Bern (Schweiz). Mit der Richtplanung Fußverkehr will die Stadt die Förderung des Fußverkehrs konkret anpacken.
  • Boston (USA). Von der umfangreichen Strategie zur Verbesserung öffentlicher Räume wird die bessere Begehbarkeit von Gehwegen herausgegriffen.
  • Chicago (USA). Der Fußverkehrsplan hat die Zielsetzung, die fußverkehrsfreundlichste Stadt der USA zu werden.
  • Kopenhagen (Dänemark). Die Vision der lebenswertesten Stadt der Welt führt zu konkreten Maßnahmen für eine nachhaltige Mobilität der Menschen.
  • London (Großbritannien). Durch die Fußverkehrsstrategie will die Stadt eine der fußverkehrsfreundlichsten Städte der Welt zu werden.
  • New York (USA). Der Fußverkehrsplan beinhaltet hauptsächlich Maßnahmen zur Unfallverminderung im Fußverkehr.
  • Plaine Commune (Frankreich). Der Fußverkehrsplan für einen Städteverbund von neun Gemeinden dokumentiert die ersten Umsetzungsbeispiele.
  • Pontevedra (Spanien). Eine erfolgreich umgesetzte Vision der Umkehrung der Prioritäten der Verkehrsmittel.
  • San Francisco (USA). Die Fußverkehrsstrategie beinhaltet die Reduzierung der Fußgängerunfälle und die Schaffung eines Fußwegenetzes.
  • Stockholm (Schweden). Im Rahmen der City-Planung soll der Fußverkehr stärker beachtet werden.
  • Straßburg (Frankreich). Der thematisch umfassende Fußverkehrsplan für eine kompakte Stadt mit einer Teststrecke zeigt erste Erfolge.
  • Toronto (Kanada). Mit der Fußverkehrsstrategie der Stadt soll erreicht werden, dass die Menschen mehr Zu-Fuß-Gehen.

Konzepte in Staaten und Landesteilen:

Die Netz-Einstellung verzögert sich noch etwas, wir bitten um Verständnis.

  • Finnland
  • Neuseeland
  • Norwegen
  • Österreich
  • Schottland (Großbritannien)
  • Schweiz
  • Wales (Großbritannien)
  • Westaustralien

Aber auch in Deutschland gibt es erste Ansätze für kommunale Fußverkehrsstrategien. Informationen dazu finden Sie in der Karte Modell-, Kontakt- und Infostädte unter Infostädte mit einem blauen Punkt.

Weitere Orte, Länder und Staaten sowie einige Originalquellen finden Sie auch auf der Website unseres Partners in der Schweiz