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Wir freuen uns, dass Flensburg als Modellstadt für das Projekt "Gut gehen lassen - Bündnis für attraktiven Fußverkehr" ausgewählt wurde. An dieser Stelle bieten wir Ihnen Informationen zur Stadt:

zu den Projektaktivitäten:

sowie die Protokolle und Berichte als Download (PDF):

 

Bei Fragen oder Hinweisen nehmen Sie gerne Kontakt zum Projektteam auf.

 


 

Kurzvorstellung der Stadt

Stadtansicht Flensburg
Stadtansicht Flensburg (Foto: Stadt Flensburg ©)

Flensburg ist mit 90.000 Einwohnenden die drittgrößte Stadt des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Die Hafenstadt liegt an der Grenze zu Dänemark und damit an der Meeresbucht der Flensburger Förde (Ostsee). Im 12. Jahrhundert als Handels- und Fischersiedlung gegründet, hat sich Flensburg bis heute zum Oberzentrum, einer Verwaltungsstadt mit Hochschulstandort entwickelt und ist wirtschaftlich sowohl vom öffentlichen als auch privaten Dienstleistungssektor geprägt. Ebenfalls trägt der Grenzhandel mit Dänemark zur Wirtschaftsleistung bei. Die Stadt ist vor allem durch die vom Kraftfahrt-Bundesamt gespeicherten „Punkte in Flensburg“ bundesweit bekannt.[1]

Der Modal Split aus dem Jahr 2011 für den Verkehr in Flensburg zeigt, dass 54 Prozent der Wege mit dem Auto zurückgelegt werden. Der Anteil der Fahrradfahrer beträgt 19 Prozent, gefolgt von den Fußgängern mit 16 Prozent. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bildet das Schlusslicht mit nur 11 Prozent.[2]

 

Fußverkehr in den konzeptionellen Planungen der Stadt

Ein Verkehrskonzept für die Stadt Flensburg wurde zuletzt 1990 aufgestellt, welches 2018 durch den „Masterplan Mobilität 2030“ ersetzt wurde. Zu den Zielen des Masterplans gehören vor allem der Klimaschutz und die Steigerung der Lebensqualität, wobei dem Umweltverbund eine besondere Aufmerksamkeit zukommt. Hierbei wird dem Fußverkehr sogar ein eigenes Kapitel gewidmet. Im Fokus stehen insbesondere die Barrierefreiheit sowie sichere und breite Gehwege. Die Stadt versucht mit der Förderung der Nahmobilität und dem Konzept Stadt der kurzen Wege einen neuen Trend zu setzen. Der Fußverkehr soll nachhaltig gestärkt werden, indem dieser attraktiv gestaltet wird, unter anderem mithilfe von Wegebeziehungen und erhöhter Aufenthaltsqualität. Weitere Kernziele im Fußverkehr sind die Schaffung von attraktiven Verweilflächen mit Sitzmöglichkeiten, die Reduzierung der öffentlichen Parkraumflächen zugunsten des Fußverkehrs sowie die Einrichtung von Begegnungszonen, um die Rücksicht im Straßenverkehr zu fördern.[1][3]

 


 

Projektablauf

Am 10. November 2021 fand der Projektauftakt mit der Stadtverwaltung in Flensburg statt. Ziel des gemeinsamen Termins war es, sich kennenzulernen, den weiteren Projektablauf zu besprechen und sich auf ein konkretes Untersuchungsgebiet für das Projekt zu einigen. Es nahmen neben dem Projektteam von FUSS e.V. 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung teil, darunter Frau Takla Zehrfeld (Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung und Klimaschutz). Das Protokoll zu diesem Termin stellen wir in Kürze an dieser Stelle bereit.

Ab Frühjahr 2022 wird es weitere Veranstaltungen geben wie einen Workshop, eine öffentlichkeitswirksame Aktion, eine Begehung mit der Kommunalpolitik - ein sogenanntes "Parteiengespräch auf dem Gehweg" - sowie ein von zwei Mitarbeitern des FUSS e.V. durchgeführten Fach-Fußverkehrs-Check in einem noch auszuwählenden Untersuchungsgebiet. Aus den Erkenntnissen dieser Termine erarbeitet FUSS e.V. anschließend ein Maßnahmenprogramm für dieses Untersuchungsgebiet. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich im Frühjahr 2023 präsentiert und diskutiert werden.

Darüber hinaus sucht FUSS e.V. in jeder der fünf Modellstädte des Projekts freiwillige Bürgerinnen und Bürger, die sich vorstellen können, "Quartiersgeher:innen" zu sein. Sie sollen als Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung sowie Kommunalpolitik fungieren und Vorschläge für Verbesserungen des Fußverkehrs in ihrem näheren Umfeld an die zuständige Stelle weitergeben können. Dazu sollen die "Quartiersgeher:innen" ab Frühjahr 2022 von FUSS e.V. eine Schulung zur Durchführung eines Fußverkehrs-Checks sowie fachliches Info-Material erhalten und bestenfalls an der Erprobung einer neuen App für Fußverkehrs-Checks teilnehmen. Wenn Sie sich daran beteiligen möchten, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

 

Pressemitteilungen

Weitere Pressemitteilungen zum Projekt sowie erschienene Presse-Artikel finden Sie unter dem Menüpunkt Presse und Medien-Echo.

 


Quellen

  1. Webseite der Stadt Flensburg, abgerufen am 27.08.2021
  2. Stadtverwaltung Flensburg, Mitteilung vom 01.06.2021
  3. Stadt Flensburg (2018): Flensburg – Masterplan Mobilität 2030, abgerufen am 27.08.2021