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Foto: Jacek Dylag / unsplash.com
Foto: Jacek Dylag / unsplash.com

Fünf Modellstädte wollen im Projekt „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ das Zufußgehen fördern. Braunschweig, Erfurt, Flensburg, Meißen und Wiesbaden werden in dem zweijährigen Vorhaben vom Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. bei der Entwicklung effizienter Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs unterstützt.

Bis Frühjahr 2023 laufen in den fünf Städten Fußverkehrs-Checks, Workshops, Aktionen auf der Straße und Begehungen mit der Kommunalpolitik, sogenannte „Parteiengespräche auf dem Gehweg“. Außerdem sollen ehrenamtliche „Quartiers-Geher:innen“ gefunden werden, die sich in ihrem Stadtteil für bessere Gehwege engagieren. Sie erhalten vom FUSS e.V. eine Schulung, können dann zum Beispiel Fußverkehrs-Checks durchführen sowie der Stadtverwaltung und Kommunalpolitik geeignete Maßnahmen und Argumente vorschlagen.

Das Projekt läuft über zwei Jahre und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und vom Umweltbundesamt gefördert. Zentrales Anliegen ist die stärkere Sensibilisierung der Stadtverwaltungen, der Kommunalpolitik und der Zivilgesellschaft für die Belange der Gehenden. Das Interesse war groß: 30 Städte hatten sich beworben.

FUSS e.V. will gemeinsam mit den Städten die Qualitäten des Fußverkehrs nutzen:

  • Klimaschonende Mobilität wird gefördert. 19 Prozent aller Autofahrten sind kürzer als zwei Kilometer (Quelle: Mobilität in Deutschland); viele dieser Wege können auch zu Fuß zurückgelegt werden.
  • Gehen ist effizient: Mit wesentlich weniger Fläche und Geld als bei jedem anderen Verkehrsmittel können gute infrastrukturelle Bedingungen geschaffen werden.
  • Gehen ist sozial: Es kostet fast nichts, braucht weder Fahrschein noch Führerschein und kann von fast allen Menschen im Alter zwischen einem und über hundert Jahren praktiziert werden.
  • Gehen schont Umwelt, Stadt und Menschen: Es macht weder Lärm noch Abgase, es gefährdet selten andere Verkehrsteilnehmer:innen, braucht keinen Parkraum und keine Abstellflächen.
  • Fußverkehr belebt den Straßenraum, sorgt für mehr Sicherheit, soziale Interaktion und Kommunikation und fördert nicht zuletzt den Einzelhandel am Weg.
  • Gehen ist gesund, fördert die Vertrautheit mit der Umgebung und die Identifikation mit der Stadt.

Über den Projektverlauf und Termine in den einzelnen Städten können sich Interessierte informieren unter: www.fussverkehrsstrategie.de > Modellstädte

 

Kontakt zur Projektleitung:
Patrick Riskowsky (Projektleiter)
Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. 030 492 74 73 (Mo.-Fr. 9-15 Uhr, mit AB)

 

Pressemitteilung von FUSS e.V.
Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 16.09.2021

 

Unter dem Titel „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ startet am 1. Mai 2021 das bereits dritte Projekt zu kommunalen Fußverkehrsstrategien. Inhaltlich wird es an die Projekte „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ (2018 - 2020) und „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ (2016 - 2018) anschließen, diese aber mit Erprobung neuer Methoden und Module weiterführen.

An dieser Stelle erhalten Sie Informationen zu folgenden Inhalten des Projekts:

Bei Fragen und Hinweisen nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

 


 

Fußverkehr als Qualitätsmerkmal und kommunale Fachtagung

Im Oktober 2018 trafen sich im Rahmen des Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen deutschen Kommunen in Berlin, um den Grundstein für ein bundesweites Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte zu legen. Dieses Vorhaben soll mit dem neuen Projekt aufgegriffen und gefestigt werden. Ziel ist es, ein Bündnis von Städten mit Fußverkehr als Qualitätsmerkmal aufzubauen und Kommunen eine Plattform zu bieten, auf der sie sich mit anderen Kommunen deutschlandweit zu ihren Erfahrungen und ihren Erwartungen zur strategischen Förderung des Fußverkehrs austauschen können sowie durch den Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. Beratung, Informationen und Material zu beispielsweise Best-Practice-Beispielen für Fußverkehrsmaßnahmen erhalten. Hierzu möchte FUSS e.V. die Fußverkehrsfreundlichkeit und das Engagement für die Förderung des Fußverkehrs in deutschen Stadtverwaltungen beurteilen und durch eine Fachjury eine Sieger-Stadt küren lassen, die voraussichtlich im Herbst 2022 Gastgeberin für die erste rein kommunale Fachtagung zum Fußverkehr sein wird.

 


 

Betreuung von fünf Modellstädten

Mit dem Projekt sollen fünf Modellstädte gefunden werden, die sich vom FUSS e.V. bei der strategischen Förderung des Fußverkehrs beraten lassen möchten. Der Schwerpunkt liegt darin, Kommunen die Wirksamkeit kleinteiliger Maßnahmen zu verdeutlichen. Hierfür wird der FUSS e.V. im Laufe des Projekts eine Broschüre erstellen und veröffentlichen. Außerdem soll in jeder Modellstadt ein Maßnahmenprogramm für ein ausgewähltes Untersuchungsgebiet erarbeitet werden. Begleitend dazu werden in jeder Modellstadt von FUSS e.V. Gespräche mit der Stadtverwaltung, ein Fußverkehrs-Check, ein Workshop, eine Aktion im öffentlichen Straßenraum sowie ein Diskussionsgespräch beim Gehen mit Kommunalpolitiker/innen (ein sogenanntes „Parteiengespräch auf dem Gehweg“) angeboten. Der angedachte Zeitplan für die Zusammenarbeit mit den Modellstädten kann hier (pdf) eingesehen werden.

Insgesamt haben sich 30 Städte beim FUSS e.V. um die Teilnahme als Modellstadt im Rahmen des Projekts beworben.
Ausgewählt worden sind:

Weitere Informationen werden folgen.

Für Fragen wenden Sie sich gerne an das Projektteam.

 


 

Fachexkursion zu fußverkehrsfreundlichen und diskussionswürdigen Praxisbeispielen

Ambitionen, Städte umweltfreundlicher, schöner und fußverkehrsfreundlicher zu gestalten, gibt es seit den letzten Jahren erfreulich viele. Gute Beispiele für fußverkehrsfreundliche Lösungen existieren in Deutschland dagegen noch zu wenige – und einige davon sind vielen Stadtverwaltungen womöglich noch nicht bekannt.

Wie der Fußverkehr strategisch gut gefördert werden kann und welche Maßnahmen möglich sind, um mehr Sicherheit und attraktive Räume für zu Fuß Gehende herzustellen, kann in einzelnen Städten und Gemeinden beispielgebend angeschaut werden. FUSS e.V. lädt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommunaler Verwaltungen zur Teilnahme an einer Fachexkursion zu fußverkehrsfreundlichen und diskussionswürdigen Praxisbeispielen im westdeutschen Raum ein. Die Exkursion wird geleitet von Verkehrsplaner Dipl.-Ing. Arndt Schwab und Projektleiter Patrick Riskowsky.

Bitte beachten Sie: Der Termin der Fachexkursion wird verschoben, voraussichtlich auf Frühjahr 2022.


Das Programm sieht wie folgt aus:

Tag 1: NORDWESTEN

10:50 Uhr: Programmbeginn, Treffpunkt: Bohmte, Bahnhofsvorplatz (RE-Halt zwischen Bremen und Osnabrück),
Bohmte (Besichtigung „Shared Space“ Bremer Straße und Austausch)

14:30 Uhr: Duisburg (Besichtigung Opernplatz und Austausch)

16:45 Uhr: Hennef (Besichtigung Frankfurter Straße und Austausch)

18:45 Uhr: Brühl (Besichtigung „Stern“ und Austausch),
Anschließend: Diskussion und kurzes Resümee

19:40 Uhr: Programmende in Brühl, Bahnhof

Option I: Heimfahrt

Option II: Weiterfahrt nach Koblenz (im Preis enthalten, Ankunft: 20:42 Uhr),
Ausklang und Resümee,
Übernachtung (selbstorganisiert, eigene Bezahlung)

Tag 2: SÜDWESTEN

07:45 Uhr: Gemeinsame Weiter-/Hinfahrt ab Koblenz (für Teilnehmende von Tag 1 ist die Fahrt im Preis enthalten)

08:45 Uhr: Programmbeginn, Treffpunkt: Mainz, Bahnhofsplatz
Mainz (Besichtigung Große Langgasse / Umbach und Austausch)

Weitere Programm-Einstiegsmöglichkeit:

11:15 Uhr: Treffpunkt: Bensheim, Bahnhofsvorplatz (IC-Halt zwischen Frankfurt und Heidelberg)
Bensheim (Besichtigung Bahnhof-/Promenadenstraße und Austausch)

13:00 Uhr: Schwetzingen (Besichtigung Schlossplatz und Austausch)

15:15 Uhr: Speyer (Besichtigung Domplatz und Austausch),
Anschließend: Diskussion und kurzes Resümee

15:45 Uhr: Programmende am Domplatz in Speyer

Option I: Heimfahrt ab Speyer Hbf (25 min Fußweg oder Stadtbus)

Option II: eigene Besichtigung des Doms (UNESCO-Weltkulturerbe)

Option III: Nachprogramm: Weiterfahrt (im Preis enthalten) nach Bad Bergzabern (Besichtigung Ludwigsplatz und Austausch)
anschließend Ausklang und Resümee

18:13 Uhr: Heimfahrt ab Bad Bergzabern Bahnhof


Änderungen vorbehalten!

Anmeldung:

Eine Anmeldung ist derzeit nicht möglich.
Die Teilnehmendenzahl ist pro Tag auf 14 Personen begrenzt.
Wir vergeben die Plätze anhand der Anmeldereihenfolge und bitten darum, dass sich aufgrund der Teilnahmebegrenzung pro Kommune nur eine Person anmeldet.

Kosten:

Gesamt (2 Tage): 80,- Euro
Einzeln (1 Tag): 45,- Euro

Die Kosten umfassen nur die Fahrten zwischen den Exkursionsorten. BahnCard-Ermäßigungen sind nicht möglich (DB-Gruppentarif).
Ihre An- und Abreise sowie ggf. eine Übernachtung in Koblenz müssen Sie selbst organisieren und bezahlen (Hotelempfehlung und Kontingentreservierung in Vorbereitung). Für die eigene Verpflegung ist ebenfalls selbst zu sorgen.

Hinweise zu Corona:

Aufgrund der unsicheren Situation durch die Corona-Pandemie kann es möglicherweise zu Änderungen kommen. Es sind die zum Zeitpunkt der Exkursion jeweils vor Ort und in den Fahrzeugen geltenden Hygienebestimmungen einzuhalten. Sollten Sie an der Exkursion teilnehmen, informieren Sie sich dazu bitte kurz vorher noch einmal an dieser Stelle.

 


 

Anleitung von „Quartiers-Geher*innen“ und App-Erprobung

Den Fußverkehr in der gesamten Stadt sicher und attraktiv zu machen und die Infrastruktur flächendeckend instand zu halten stellt für Stadtverwaltungen eine Herausforderung dar. Umso besser ist es, wenn Stadtverwaltungen Unterstützung aus der Zivilgesellschaft erhalten. Im Rahmen des Projekts möchte FUSS e.V. daher Engagierte dazu anleiten, einen Fußverkehrs-Check in ihrem Quartier selbstständig durchzuführen und Missstände sowie Verbesserungsvorschläge fachlich korrekt vorzutragen.

Im Auftrag des Umweltbundesamtes lässt FUSS e.V. derzeit eine App für Fußverkehrs-Checks entwickeln, die es künftig auch Nicht-Fachleuten und Interessierten ermöglichen soll, ganz einfach und selbstständig Fußverkehrs-Checks durchzuführen und damit Daten zu erheben, die für die Stadtverwaltungen sehr nützlich sein können. Auch fachlich angeleitete Gruppenbegehungen sollen mit der App durchführbar sein. Die Ergebnisse werden auf einer digitalen Karte dargestellt. Die Fertigstellung der App ist für Herbst 2021 geplant, sie soll anschließend im Rahmen des Projekts „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ erprobt werden.

 


 

Unterstützung für die Kommunalpolitik

Eine wichtige Rolle bei Beschlüssen zur Umsetzung von Maßnahmen und Konzepten spielt die Kommunalpolitik. Um diese auf die Bedeutung des Themas Fußverkehr aufmerksam zu machen und sie dafür zu sensibilisieren, sollen Kommunalpolitiker/innen auf eine Begehung aus der Sicht von zu Fuß Gehenden mitgenommen werden, um an einzelnen Punkten in der Stadt über Verbesserungsmöglichkeiten für den Fußverkehr zu diskutieren. Damit einzelne Kommunalpolitiker/innen Verbesserungsvorschläge für den Fußverkehr fachgerecht, gut begründet und gezielt in ihren Gemeinderat einbringen können, will FUSS e.V. entsprechende Vorlagen mit Textbausteinen und Argumentationshilfen für Antragsstellungen erstellen.

 


 

Kontakt

Projektteam

M.Sc. Patrick Riskowsky
Projektleitung

Dipl.-Ing. Bertram Weisshaar
Moderation und Betreuung der Modellstädte

Dipl.-Ing. Arndt Schwab
Fachexkursion

Bei Fragen nehmen Sie Kontakt zu uns auf, per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder telefonisch: 030 / 492 74 73 (Mo.-Fr. ca. 9 - 15 Uhr)

 

Projektzeitraum: 1. Mai 2021 bis 30. April 2023

 


 

Förderer

Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

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Handlungsleitfaden
Neuwerk (Gestaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit)

An dieser Stelle möchten wir Sie informieren über die durchgeführte Evaluation des Handlungsleitfadens "Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie". Hierzu finden Sie die Ergebnisse

Einen Kurzbericht finden Sie auch in unserer Fachzeitschriftt "mobilogisch!", Ausgabe 3/19.

 

 

 

 

 

Umfrage bei den Kommunen mittels Fragebogen

Im Juli 2018 wurde der Handlungsleitfaden an alle Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohner*innen verschickt und eben jene Kommunen haben wir Anfang 2019 mittels Fragebogen um ein Feedback gebeten. An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 101 Verwaltungsmitarbeiter*innen aus 98 deutschen Kommunen, darunter auch die Stadtstaaten Berlin und Bremen. Bei den Flächenbundesländern erhielten wir die meisten Rückmeldungen aus Nordrhein-Westfalen (30), Baden-Württemberg (12) und Bayern (10), wobei etwa die Hälfte aller Feedbacks aus kleineren Mittelstädten bis 50.000 Einwohnenden kamen. Mehr als zwei der Drittel der rückgesandten Fragebögen wurden von Mitarbeiter*innen der Fachbereiche für Stadt-/Verkehrsplanung, Stadt-/Verkehrsentwicklung, Bauen/Tiefbau, Umwelt, Klimaschutz oder ähnlichen Ämtern ausgefüllt, dreißig weitere von Personen mit einer leitenden Position (Abteilungsleiter*in oder Derzernent*in). Die Frauenqoute bei den Rückmeldungen liegt bei rund einem Drittel.

Frage 1: Kannten Sie das Projekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ des Fachverbands Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. bereits vor Erhalt der Broschüre?

Die Befragung ergab einen Bekanntheitsgrad des Projekts „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ bei den Verwaltungsmitarbeiter*innen vor Erhalt der Broschüre von etwa einem Drittel.

Frage 2: Wie relevant schätzen Sie das Thema „Kommunale Fußverkehrsstrategie“ für Ihre Kommune ein?

Fast zwei Drittel schätzten das Thema „Kommunale Fußverkehrsstrategie“ als relevant ein, weitere 23 sogar als äußerst relevant. Lediglich ein Prozent stellt die Sinnhaftigkeit in Frage. Das verdeutlicht, dass der Fußverkehr in der Planung von immer mehr Kommunen Berücksichtigung findet und teils als sehr wichtig erachtet wird.

Frage 3: Arbeiten Sie bereits an einer kommunalen Fußverkehrsstrategie?

Immerhin 29 Verwaltungsmitarbeiter*innen konnten diese Frage mit Ja beantworten. 13 von ihnen starteten mit einer kommunale Fußverkehrsstrategie sogar schon vor Erhalt des Handlungsleitfadens, fünf weitere begannen nach Erhalt der Broschüre und 15 sind gerade in der Planungsphase. Zwar hat sich der Großteil der Mitarbeiter*innen in den Städten (56 Prozent) noch nicht mit der Thematik beschäftigt, für knapp 52 Prozent klingt dies aber interessant. Vier Kommunen haben zu unserem Bedauern kein Interesse an der Entwicklung einer Fußverkehrsstrategie.

Frage 4: Wie beurteilen Sie die Broschüre hinsichtlich des Inhalts, der Gestaltung, des Aufbaus, der Verständlichkeit und der Orientierung an der Zielgruppe (kommunale Verwaltung)?

Die Benotung der Broschüre fällt mit gut (Notenschnitt von 1,9 bis 2,1) im Durchschnitt relativ positiv aus:

  • Gesamteindruck Inhalt: 1,9
  • Gesamteindruck Gestaltung: 1,9
  • Aufbau: 2,0
  • Verständlichkeit: 1,8
  • Orientierung: 2,1

Frage 5: Wie beurteilen Sie die Themenvielfalt des Handlungsleitfadens?

Auch die Themenvielfalt wird von etwa 84 Prozent der Befragten als genau richtig ausgewiesen.

  • „Sehr umfangreiche Themenvielfalt; alle wichtigen Themen sind kurz angeschnitten. Vieles lässt sich leider in einer kleinen Kommune nicht konkret umsetzen, auch weil finanzielle Ressourcen fehlen.“
  • „...sehr ausführlich behandelt und ein genauer Leitfaden für Kommunen. Top!“

Frage 6: Welche Themen haben Ihrer Meinung nach gefehlt oder wurden nur unzureichend behandelt? Haben Sie noch Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge zum Inhalt oder der Gestaltung der Broschüre?

Im gleichen Zuge werden auch Verbesserungsvorschläge genannt. Dazu gehört eine genauere Erläuterung des Weges von der Fußverkehrsstrategie zum Fußverkehrskonzept und wie in übergeordneten Planungsebenen (z.B. VEP) der Fußverkehr eingebunden werden kann. Durch das Erarbeiten von Qualitätsstandards könnte mit wenig Aufwand die Nutzbarkeit von Fußverkehrsinfrastruktur analysiert werden. Auch das tiefer gehende Thematisieren der Barrierefreiheit wird gefordert. Mehrfach gewünscht wird eine Kürzung des Leitfadens bzw. ein separater Absatz mit Fokus auf konkrete Handlungs- und Planungsvorschläge.

  • „In einer Stadt-/Kommunalverwaltung hatten wir nicht die Zeit, 55 (!) Seiten Text zu lesen. Eine stichwortartige Darstellung wäre hilfreich mit Verweisen zu näheren Erläuterungen.“

Dazu gehören Datenblätter mit den wichtigsten Daten aus den Richtlinien sowie gesetzliche Grundlagen zur Einführung von Verkehrsberuhigten Bereichen.

  • „Datenblätter zu einzelnen Herausforderungen, z.B. Mindestbreiten, Mindestfreigabezeiten an LSA, Verhalten an Einmündungen / wer hat Vorrang?“ „Wünschenswert sind Grafiken/Zeichnungen von Musterlösungen...“
  • „Eventuell hätte man noch einen Absatz zu „technische Vorgaben“ bzgl. Breiten von Gehwegen o.Ä. hinzufügen können“

Insgesamt sind die am häufigsten genannten Themenbereiche:

  • Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten (10x genannt)
  • Bezug zu relevanten Regelwerken und Qualitätsstandards (8x genannt)
  • strategische Herangehensweise, z.B. Einbindung des Fußverkehrs in die übergeordnete Planungsebene oder der Weg von der Fußverkehrsstrategie zum Fußverkehrskonzept (4x genannt)
  • genauere Angaben bzgl. der Netzgestaltung (3x genannt)
  • Thema Barrierefreiheit vertiefen (2x genannt)
  • Verknüpfung von ÖPNV und Fußverkehr (2x genannt)
  • ganzheitliche Ansätze/Synergien (2x genannt)

Bezüglich des Layouts wird sich eine übersichtlichere Darstellung gewünscht mit weniger Fließtext.

  • „Die Seiten sind teils sehr voll mit Textblöcken, die nach gewisser Zeit das Lesen anstrengend machen. Ansonsten sehr ausführlich behandelt und ein genauer Leitfaden für Kommunen. Top!“
  • „Das Layout wirkt durch die verschiedenen Kästen und Fotos etwas unruhig. Eventuell lieber wenige gute Beispiele, aber diese ausführlicher dokumentieren.“

Frage 7: Was ist Ihre Meinung zur Herausgabe des Handlungsleitfadens?

Die Publikation der Handlungsempfehlung sieht die Mehrheit als längst überfällig (43 Prozent), gefolgt von genau richtig (34 Prozent). 5 Prozent erachtet die Broschüre als unnötig, da der Umsetzungswille in der Politik fehlt und es Bestandteil der kommunalen Verkehrsplanung sein sollte. 14 Prozent äußerten sich zu der Frage nicht.

Wir danken allen Kommunen, die an der Befragung teilgenommen haben.

 

Befragung der Teilnehmenden des Aktivseminars "Gemeinsam läuft es besser!"

Im Oktober 2018 hat FUSS e.V. ein Aktivseminar zur Vernetzung fußverkehrsfreundlicher Kommunen veranstaltet, an dem sich 27 Teilnehmende aus mehr als 20 deutschen Kommunen beteiligten. Diese Gelegenheit haben wir genutzt, um die Teilnehmenden dazu zu befragen, welche Themen im Handlungsleitfaden zu kurz gekommen sind und welche „Hilfestellung“ Kommunen hinsichtlich der Förderung des Fußverkehrs am dringendsten brauchen.

Zunächst einmal wurde der Handlungsleitfaden von vielen Teilnehmenden gelobt und dem FUSS e.V. für das umfassende Produkt gedankt. Es wurden darin aus Sicht der Teilnehmenden nur sehr wenige Themen nicht ausreichend oder gar nicht behandelt, darunter beispielsweise der Umgang mit den bei Einstieg in die Fußverkehrsförderung erzeugten Erwartungen, die Berücksichtigung neu hinzukommender Nutzungen und Nutzergruppen sowie eine Differenzierung zwischen Bestands- und Neubaugebieten.

Als Vorschläge, was Kommunen am dringendsten als fachliche Unterstützung benötigen, wurden u.a. genannt:

  • ein Musterantrag (im Gemeinderat) für eine kommunale Fußverkehrsstrategie,
  • Argumentationshilfen zur Sensibilisierung der Verwaltung und Zivilgesellschaft,
  • eine digitale Verschlagwortung und Bebilderung von Best-practice-Beispielen,
  • die regelmäßige Vergabe eines Preises, einer Urkunde oder eines Index' für die fußgänger- bzw. klimafreundlichste Maßnahme an eine Kommune sowie
  • eine kurze Zusammenfassung des Handlungsleitfadens für „Entscheider“.

Wir danken den Anwesenden des Seminars für die zahlreichen Hinweise.

 

Der Handlungsleitfaden in der Anwendungspraxis von FUSS e.V.

Seit April 2018 wird der Handlungsleitfaden auch schon in der Praxis angewendet, zumindest in unseren sieben neuen Modellstädten Coesfeld, Erlangen, Frankfurt (Oder), Göttingen, Halle (Saale), Mainz und Neustrelitz im Rahmen des Projekts Bausteine für Fußverkehrsstrategien. Dass die Broschüre thematisch noch nicht vollumfänglich ist, stellt das Projektteam immer wieder fest – aber das ist auch kein Wunder: jede Stadt ist individuell und muss dementsprechend mit ihren Eigenheiten betrachtet werden. Der Handlungsleitfaden beweist sich dennoch als guter, sehr themenreicher Ratgeber für die ersten und wichtigsten Schritte zur Entwicklung kommunaler Fußverkehrsstrategien.

 

Haben Sie noch Hinweise oder Kritik?

Sie haben eine andere Meinung oder weitere Hinweise zum Handlungsleitfaden? Dann aber los...
Ihre Meinung ist uns wichtig! Fehlen Ihnen Themen oder sind Themen im Handlungsleitfaden zu kurz gekommen? Falls ja, teilen Sie es uns mit, indem Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

 

Resümee zum Abschluss des Projekts "Bausteine für Fußverkehrsstrategien"

Fußgängerzone in Halle (Saale)

Immer mehr deutsche Städte entdecken das Gehen neu. Zwölf von ihnen haben sich in den letzten Jahren vom Fachverband für Fußverkehr FUSS e.V. strategisch beraten lassen; das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt haben das Projekt gefördert. Zum Abschluss des Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ resümiert Projektkoordinator Patrick Riskowsky: „Nachdem Fußgängerinnen und Fußgänger hundert Jahre lang als Randfiguren betrachten wurden, rückt der stadtfreundliche, einfache, kostengünstige und umweltfreundliche Fußverkehr in vielen Städten wieder mehr in den Fokus.“

Riskowsky berichtet: „Besonders spannend waren die Fußverkehrs-Checks, die wir überall gemacht haben. Teilnehmende Verwaltungsmitarbeitende, Kommunalpolitikerinnen und -politiker und andere waren zwar schon vorher zu Fuß in ihrer Stadt unterwegs, hatten aber Stärken und Schwächen der Fußverkehrs-Infrastruktur noch nie systematisch betrachtet – von der idyllischen Wohnstraße bis zur fußgängerfeindlichen Großkreuzung.“

Es gibt Probleme, die in fast allen Städten auftraten: Das erste ist Gehwegparken zu Lasten der zu Fuß Gehenden, das zweite sind Konflikte mit dem Radverkehr. Häufige Themen sind auch Bus- und Tramhaltestellen, Barrierefreiheit und in Altstädten Konflikte mit dem Denkmalschutz, etwa in der Frage des richtigen Wegebelags. Auch fehlende Beleuchtung über Gehwegen und in Tunneln ist ein häufiges Problem, und ein weit verbreitetes Ärgernis sind Ampeln, an denen die Wartezeiten für den Fußverkehr zu lang sind und die Grünphasen zu kurz.

Aus den Analysen in den zwölf Städten leiten die Fußverkehrs-Experten Empfehlungen für alle deutschen Städte ab. Dazu Riskowsky: „Es sollte mehr verkehrsberuhigte Bereiche geben und an Straßenkreuzungen und anderen Stellen mehr Zebrastreifen, Mittelinseln und Gehweg-Nasen, mit denen Fahrbahnen verschmälert und Sichtbeziehungen zwischen Gehenden und Fahrenden verbessert werden.“ Eine wichtige Forderung von FUSS e.V.: Breite Wege machen das Gehen attraktiver und die Städte schöner. Parkende Autos gehören an den Fahrbahnrand, nicht auf die Gehwege.

Das Projekt und die entwickelten Broschüren sollen einen Beitrag dazu leisten, das Zufußgehen in Deutschland wieder attraktiver zu machen, auch damit das eigene Auto öfter stehen gelassen wird und die eigenen Füße gerade für kurze Wege bevorzugt werden.

 

Die zwölf Modellstädte waren in Phase 1 bis 2018 Chemnitz, Eisenach, Jena, Marl und Rendsburg, in Phase 2 bis 2020 Coesfeld, Erlangen, Frankfurt (Oder), Göttingen, Mainz, Halle (Saale) und Neustrelitz. Drei Kurzporträts und einige Fotos aus dem Projekt finden Sie zum Download im UMKEHR-FUSS-Online-Shop > kostenlose Downloads > Themen-Websites > Fußverkehrsstrategie. (Die dort bereitgestellten Fotos sind frei zur redaktionellen Verwendung mit Angabe der Quelle „FUSS e.V.“.)

Alle Informationen zum Projekt, Porträts der Modellstädte und Ergebnisprotokolle aller durchgeführten Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite: www.fussverkehrsstrategie.de

Aufgrund der Erfahrungen im Verlauf des Projektes mit den Problemen vor Ort hat FUSS e.V. den Stand der Technik bei Planungs- und Rechtsfragen zum Gehen für Expertinnen und Experten sowie für interessierte Bürgerinnen und Bürger aufbereitet. Die neue Broschüre von FUSS e.V. „Geh-rechtes Planen und Gestalten“ finden Sie als kostenlosen Download auf der Startseite www.fuss-ev.de > „Arbeitshilfe: Gesetze und Regeln zum Fußverkehr“.

 

Pressemitteilung von FUSS e.V.
Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 31. März 2020

Ansprechpersonen für das Projekt

Projektbetreuung: Patrick Riskowsky, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch: 030 / 492 74 73 (mo.-fr.)

Betreuung der Modellstadt Frankfurt (Oder): Bernd Herzog-Schlagk, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Kontakt zum FUSS e.V.

Kontakt für Medien (bitte sonst nicht): Roland Stimpel (Pressesprecher und Vorstandsmitglied), Tel. 0163 - 1833 508.

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse am FUSS e.V. und freuen uns, dass Sie mit uns Kontakt aufnehmen möchten. Benutzen Sie dazu bitte unsere Kontakt-Möglichkeiten. Sie können sich auch direkt an unsere regionalen Kontaktpersonen und Ortsgruppen wenden.

Für Spenden wählen Sie bitte unsere unten angegebene Bankverbindung.

Besonders freuen wir uns natürlich, wenn Sie unserem Verein beitreten wollen. Benutzen Sie dann bitte das Mitglieds-Formular. Bitte schicken Sie uns bis dahin eine formlose Mails an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit den im Formular erfragten Angaben.). Genauere Informationen zu den Mitglieds- und Förder-Beiträgen entnehmen Sie bitte der Beitrags- und Erstattungs-Ordnung.

 

Telekommunikation

Telefon: 030 / 492 74 73 (ca. 8.00 - 15.00 Uhr, ansonsten Anrufbeantworter)

Fax: 030 / 492 79 72

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Brief- und Paketpost

FUSS e.V. - Bundesgeschäftsstelle

Exerzierstraße 20

13357 Berlin-Wedding

 

Besuch

Regel-Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 09 bis 15 Uhr (Besuch bitte nach Absprache)

Öffentliche Verkehrsmittel:

U-Bhf. Osloer Str.: U8 und U9, Metro-Tram 13 und Tram 50, diverse Busse.

5 Minuten Fußweg: Richtung Jüdisches Krankenhaus, Heinz-Galinski-Straße bis zur nächsten Kreuzung, dann links in die Exerzierstraße

 

Bankverbindung

Offline / "klassisch"

FUSS e.V.

Postbank Berlin

IBAN: DE 74 10 01 00 10 02 26 26 51 06 (oder zum Kopieren: DE74100100100226265106)

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