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Unter dem Titel „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ startet am 1. Mai 2021 das bereits dritte Projekt zu kommunalen Fußverkehrsstrategien. Inhaltlich wird es an die Projekte „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ (2018 - 2020) und „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ (2016 - 2018) anschließen, diese aber mit Erprobung neuer Methoden und Module weiterführen.

An dieser Stelle erhalten Sie Informationen zu folgenden Inhalten des Projekts:

Bei Fragen und Hinweisen nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

 


 

Fußverkehr als Qualitätsmerkmal und kommunale Fachtagung

Im Oktober 2018 trafen sich im Rahmen des Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen deutschen Kommunen in Berlin, um den Grundstein für ein bundesweites Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte zu legen. Dieses Vorhaben soll mit dem neuen Projekt aufgegriffen und gefestigt werden. Ziel ist es, ein Bündnis von Städten mit Fußverkehr als Qualitätsmerkmal aufzubauen und Kommunen eine Plattform zu bieten, auf der sie sich mit anderen Kommunen deutschlandweit zu ihren Erfahrungen und ihren Erwartungen zur strategischen Förderung des Fußverkehrs austauschen können sowie durch den Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. Beratung, Informationen und Material zu beispielsweise Best-Practice-Beispielen für Fußverkehrsmaßnahmen erhalten. Hierzu möchte FUSS e.V. die Fußverkehrsfreundlichkeit und das Engagement für die Förderung des Fußverkehrs in deutschen Stadtverwaltungen beurteilen und durch eine Fachjury eine Sieger-Stadt küren lassen, die voraussichtlich im Herbst 2022 Gastgeberin für die erste rein kommunale Fachtagung zum Fußverkehr sein wird.

 

Betreuung von fünf Modellstädten

Mit dem Projekt sollen fünf Modellstädte gefunden werden, die sich vom FUSS e.V. bei der strategischen Förderung des Fußverkehrs beraten lassen möchten. Der Schwerpunkt liegt darin, Kommunen die Wirksamkeit kleinteiliger Maßnahmen zu verdeutlichen. Hierfür wird der FUSS e.V. im Laufe des Projekts eine Broschüre erstellen und veröffentlichen. Außerdem soll in jeder Modellstadt ein Maßnahmenprogramm für ein ausgewähltes Untersuchungsgebiet erarbeitet werden. Begleitend dazu werden in jeder Modellstadt von FUSS e.V. Gespräche mit der Stadtverwaltung, ein Fußverkehrs-Check, ein Workshop, eine Aktion im öffentlichen Straßenraum sowie ein Diskussionsgespräch beim Gehen mit Kommunalpolitiker/innen (ein sogenanntes „Parteiengespräch auf dem Gehweg“) angeboten. Städte mit mehr als 20.000 Einwohnenden können sich beim FUSS e.V. um die Teilnahme als Modellstadt im Rahmen des Projekts bewerben. Die Bewerbungsfrist beginnt am 18.05.2021 und endet am 18.06.2021. Es handelt sich hierbei für die Städte um ein kostenneutrales Angebot. Bewerbungen können über ein Online-Formular eingereicht werden.

Von der Modellstadt wird erwartet, an der Förderung des Fußverkehrs interessiert zu sein und mit einer kontinuierlichen Öffentlichkeitsbeteiligung die Projektveranstaltungen und Ergebnisse öffentlich bekannt zu machen. Erforderlich für die Teilnahme ist neben dem ausgefüllten Bewerbungsformular auch die Interessenbekundung des (Ober-)Bürgermeisters bzw. der (Ober-)Bürgermeisterin – die Vorlage kann hier (.docx) heruntergeladen werden. Diese soll bis spätestens bis zum 23. Juni 2021 per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gesendet werden.

Der angedachte Zeitplan für die Zusammenarbeit mit den Modellstädten kann hier (.pdf) eingesehen werden.

Für Fragen wenden Sie sich gerne an das Projektteam.

 

Fachexkursion zu fußverkehrsfreundlichen Lösungen

Ambitionen, die Städte umweltfreundlicher, schöner und fußverkehrsfreundlicher zu gestalten, gibt es seit den letzten Jahren erfreulich viele. Gute Beispiele für fußverkehrsfreundliche Lösungen existieren in Deutschland dagegen noch zu wenige – und einige davon sind vielen Stadtverwaltungen womöglich noch gar nicht bekannt.

FUSS e.V. hat den Bedarf an Best-practice-Beispielen im Fußverkehr bei kommunalen Mitarbeitenden vernommen und möchte Ihnen diesen daher in diesem Jahr im Rahmen des Projekts „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ die Teilnahme an einer Fachexkursion zu fußverkehrsfreundlichen Lösungen im westdeutschen Raum vom 27. bis 28. September 2021 anbieten. Das Programm ist noch in der Erstellung. Voraussichtlich sollen die Städte Bohmte, Duisburg, Hennef, Brühl (Tag 1) sowie Koblenz, Bensheim, Schwetzingen und Speyer (Tag 2) besucht werden, wo z.B. verkehrsberuhigte Bereiche bereits für ein besseres Miteinander unter den Verkehrsteilnehmenden sorgen. Die Exkursion wird geleitet von Verkehrsplaner Dipl.-Ing. Arndt Schwab aus Koblenz und Projektleiter Patrick Riskowsky.

Informationen zum Programm, zur Anmeldung und zu den Fahrtkosten werden folgen.

 

Anleitung von „Quartiers-Geher*innen“ und App-Erprobung

Den Fußverkehr in der gesamten Stadt sicher und attraktiv zu machen und die Infrastruktur flächendeckend instand zu halten stellt für Stadtverwaltungen eine Herausforderung dar. Umso besser ist es, wenn Stadtverwaltungen Unterstützung aus der Zivilgesellschaft erhalten. Im Rahmen des Projekts möchte FUSS e.V. daher Engagierte dazu anleiten, einen Fußverkehrs-Check in ihrem Quartier selbstständig durchzuführen und Missstände sowie Verbesserungsvorschläge fachlich korrekt vorzutragen.

Im Auftrag des Umweltbundesamtes lässt FUSS e.V. derzeit eine App für Fußverkehrs-Checks entwickeln, die es künftig auch Nicht-Fachleuten und Interessierten ermöglichen soll, ganz einfach und selbstständig Fußverkehrs-Checks durchzuführen und damit Daten zu erheben, die für die Stadtverwaltungen sehr nützlich sein können. Auch fachlich angeleitete Gruppenbegehungen sollen mit der App durchführbar sein. Die Ergebnisse werden auf einer digitalen Karte dargestellt. Die Fertigstellung der App ist für Herbst 2021 geplant, sie soll anschließend im Rahmen des Projekts „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ erprobt werden.

 

Unterstützung für die Kommunalpolitik

Eine wichtige Rolle bei Beschlüssen zur Umsetzung von Maßnahmen und Konzepten spielt die Kommunalpolitik. Um diese auf die Bedeutung des Themas Fußverkehr aufmerksam zu machen und sie dafür zu sensibilisieren, sollen Kommunalpolitiker/innen auf eine Begehung aus der Sicht von zu Fuß Gehenden mitgenommen werden, um an einzelnen Punkten in der Stadt über Verbesserungsmöglichkeiten für den Fußverkehr zu diskutieren. Damit einzelne Kommunalpolitiker/innen Verbesserungsvorschläge für den Fußverkehr fachgerecht, gut begründet und gezielt in ihren Gemeinderat einbringen können, will FUSS e.V. entsprechende Vorlagen mit Textbausteinen und Argumentationshilfen für Antragsstellungen erstellen.

 


 

Kontakt

Projektteam

M.Sc. Patrick Riskowsky
Projektleitung

Dipl.-Ing. Bertram Weisshaar
Moderation und Betreuung der Modellstädte

Dipl.-Ing. Arndt Schwab
Fachexkursion

Bei Fragen nehmen Sie Kontakt zu uns auf, per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder telefonisch: 030 / 492 74 73 (Mo.-Fr. ca. 9 - 15 Uhr)

 

Projektzeitraum: 1. Mai 2021 bis 30. April 2023

 


 

Förderer

Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

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