Foto: FUSS e.V., Bernd Herzog-Schlagk

aus Gründen der notwendigen Verbesserung der Verkehrssicherheit, der Gesundheit und sozialen Sicherheit der Einwohner und der Gäste, der Barrierefreiheit, der Luftreinhaltung, des Klimaschutzes, der Lärmminderung, des Flächenbedarfs, aber auch der gesamten Stadtgestaltung und Wirtschaftsentwicklung ist es geboten, sich auch über die Bedeutung, Stabilisierung und Erweiterung des Fußverkehrs in unseren Städten intensive Gedanken zu machen. Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. will Sie darin unterstützen. Sie finden hier Informationen über:

Handlungsleitfaden für kommunale Fußverkehrsstrategien

Handlungsleitfaden
Neuwerk (Gestaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit)

In den Jahren 2016 bis 2018 waren insgesamt etwa 700 Menschen daran beteiligt, herauszufinden, wie eine strategische Förderung des Zufußgehens aussehen sollte und was deshalb in einem Handlungsleitfaden für kommunale Fußverkehrsstrategien zumindest als Thema benannt werden müsste. Durchgeführt wurden zahlreiche Befragungen von Fußgängerinnen und Fußgängern verschiedener Alters- und Zielgruppen sowie von Fachleuten, Interviews mit Verbändevertreterinnen und –vertretern, intensive Diskussionen in den drei Sitzungen des Projekt-Fachbeirates sowie Verwaltungsgespräche, Ortsbegehungen und Fußverkehrs-Checks in fünf Modellstädten und einigen weiteren Kontaktstädten. Die Erfahrungen und Ergebnisse wurden in einem ersten Handlungsleitfaden zusammengefasst. Sie finden hier zum Download

Die Print-Fassung des Handlungsleitfadens können Sie bestellen in unserem Online-Shop ("Broschüren und Flyer" > Fußverkehr - Allgemein).

Modellvorhaben sollen den Blick schärfen.

Foto: FUSS e.V., Bernd Herzog-Schlagk

Im Jahr 2016 erfolgte eine Kontaktaufnahme mit allen Städten in Deutschland ab 20.000 Einwohnern und die Auswahl von zunächst fünf Modellstädten (2016-18), in denen örtlich begrenzte Fußverkehrs-Checks und Workshops mit Verwaltungen, Multiplikatoren und örtlichen Interessenvertretungen durchgeführt wurden. Nach der Veröffentlichung des aufgrund dieser Erfahrungen erstellten Handlungsleitfadens wurden weitere sieben Modellstädte (2018-20) ausgewählt, um die nunmehr vorgeschlagenen Vorgehensweisen zu erproben und zu verbessern.
Ziel dieser Aktivitäten ist es, möglichst kleinteilig die Belange der sehr unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer/innen zu Fuß zu erfassen, zu analysieren und in eine darauf aufbauende Strategie zur Förderung des Fußverkehrs einzubinden. Also ein Verfahren „von unten“, womit auch die örtlichen Verwaltungsstellen in den Kommunen gemeint sind, die letztlich im Rahmen der Haushaltslage und anderer Zwangspunkte fußverkehrsfördernde Maßnahmen umzusetzen haben.

Aus Erfahrungen lernen (Konzept-Beispiele)

Foto: FUSS e.V., Bernd Herzog-Schlagk

Es gibt in einigen Städten, Regionen, Ländern und Staaten in der Welt durchaus gute Ansätze einer systematischen Förderung des Fußverkehrs, von deren Erfahrungen wir in Deutschland profitieren können. Wir haben eine kleinere Anzahl von Konzept-Beispielen untersucht, um Ihnen die dortige Vorgehensweise sowie die inhaltlichen Aspekte näher zu bringen. Solche Best practice sind nicht immer leicht und schon gar nicht entsprechend aufbereitet im Internet zu finden. Wir freuen uns über jeden Hinweis und noch mehr über Kurzbeschreibungen, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

 

 

 

 

Fußverkehrs-Checks durchführen (lassen)!

Fußverkehrs-Check im Format „Stadt wahrnehmen!“ in Chemnitz
Foto: FUSS e.V., Dr. Viktoria Wesslowski

Fußverkehrs-Checks haben sich als eine Methode bewährt, um in der Kommune erste Gedanken zu einer systematischen Förderung des Fußverkehrs einzubringen und zu verankern. Sie dienen der ersten Analyse der Gegebenheiten (Schwächen und Stärken in der Infrastruktur), bieten ein Forum für praxisnahe Vor-Ort-Diskussionen und führen zumindest zu punktuellen konkreten Verbesserungsvorschlägen. Verbunden mit Diskussionsveranstaltungen oder Workshops können Schwerpunktsetzungen für eine Fußverkehrsstrategie entwickelt werden. Sie erhalten ausführliche Informationen auf der gesonderten Website www.fussverkehrs-check.de

 

 

 

Einzubindende Interessengruppen

Foto: FUSS e.V., Bernd Herzog-Schlagk

Interessant ist die Fragestellung, wer bei fußverkehrsrelevanten Vorhaben eingebunden oder zumindest informiert werden müsste. Wir haben die Städte befragt, wie sie es bisher gehandhabt haben. Diese haben uns über einhundert Interessengruppen, Institutionen, Gremien und Verwaltungsstellen genannt, die wir für Sie in sechs Bereiche der vor Ort einzubindenden Interessengruppen zusammen gestellt haben.

 

 

 

 

 

Wünsche und Hoffnungen

Foto: FUSS e.V., Bernd Herzog-Schlagk

Der FUSS e.V. hat verschiedene Umfragen und Interviews durchgeführt, um von Fachleuten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu erfahren, was ihrer Meinung nach für eine Fußverkehrsstrategie relevante Themenstellungen sind. Die Ergebnisse und Aussagen sind für alle interessant, die sich vor Ort für eine systematischere Förderung des Fußverkehrs einsetzen möchten, da sie einen guten Überblick über die Vielfalt der fußverkehrsrelevanten Themen bieten. Wenn Sie nicht ohnehin an unserer Fachbefragung teilgenommen haben, nennen Sie uns bitte Hinweise, wenn Ihrer Meinung nach ein Aspekt fehlt oder auch im Handlungsleitfaden nicht berücksichtigt wurde (Kontakt).

 

 

Beschlüsse sind notwendig!

Foto: FUSS e.V., Bernd Herzog-Schlagk

An dieser Stelle möchten wir gerne in absehbarer Zukunft die Beschlusslage bezüglich einer strategischen Förderung in Ihrer Stadt wiedergeben. Bitte stellen Sie uns den Wortlaut oder entsprechende Satzbausteine aus Ihren kommunalen Planungskonzepten als Anregung für andere Kommunen und auch zum gegenseitigen Austausch zur Verfügung (Kontakt). Für den Fall, dass in Ihren bisherigen Konzepten Aussagen zur strategischen Förderung des Fußverkehrs fehlen, haben wir Ihnen auf dieser Website und im Handlungsleitfaden zahlreiche Informationen zur Festlegung von Prioritäten zusammengestellt. Hinweise zur  Vorgehensweise finden Sie in der Rubrik „Kommunale, regionale und nationale Konzept-Beispiele“ und über die Übersichtskarte der Modell-, Kontakt- und Informationsstädte im Rahmen dieses Projektes.

 

Und wie soll das finanziert werden?

Der Schwedter Steg – eine Fußgängerbrücke für 6 Mio. DM
Foto: FUSS e.V., Bernd Herzog-Schlagk

Es gibt eine Vielzahl von bundesweiten Förderprogrammen, mit denen auch Maßnahmen für den Fußverkehr und den Aufenthalt in öffentlichen Räumen finanziert oder zumindest finanziell unterstützt werden können. Wir haben für Sie eine Liste mit Hinweisen zu diesen zusammengestellt, für welche allerdings kein Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität erhoben werden kann. Darüber hinaus bieten wir Ihnen Hinweise zur Beratung und Unterstützung bei Förderanträgen. Mehr Infos finden Sie hier.

 

 

 

 

Fachliche Unterstützung ist erwünscht.

Foto: FUSS e.V., Bernd Herzog-Schlagk

Damit es mit dem Fußverkehr aufwärts geht, ist die Bündelung des Sachverstandes und auch des Interesses an der Förderung des Umweltverbundes erforderlich. Im Mai/Juni 2016 wurde ein projekt­begleitender Fachbeirat gebildet, der sich aus zwanzig Vertreterinnen oder Vertretern der kommunalen Spitzenverbände, Stadtverwaltungen unterschiedlich großer Städte, Planungsbüros, dem Universitätsbereich, aus bundesdeutschen Fach-Netzwerken sowie den nationalen D-A-CH-Fußverkehrsverbänden aus der Schweiz, Österreich und Deutschland zusammensetzt. Damit wurde erstmals in Deutschland ein Fachbeirat gebildet, der sich ganz speziell mit den Rahmenbedingungen für den Fußverkehr in Städten beschäftigte und das Projekt in seiner Aufbauphase bis zur Herausgabe des Handlungsleitfadens im Juli 2018 begleitete. Darüber hinaus freuen wir uns natürlich über jede Fachberatung und Mitarbeit. Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Für wen machen wir dies alles? (Zielgruppen)

Foto: Carola Martin (Rheinsberg)

Für alle Menschen, die in einer Stadt längerfristig oder auch nur vorübergehend leben möchten oder müssen oder in der sie sich als Gäste aufhalten. Also für eine sehr große Gruppe, die allerdings aufgrund ihrer körperlichen und psychischen Gegebenheiten sowie in ihren Ansprüchen sehr vielfältig ist. Deshalb ist das Projekt darauf ausgerichtet, möglichst viele Zielgruppen anzusprechen und zu integrieren, die von einer guten Fußverkehrs-Infrastruktur sowie zielgerichtete Serviceangebote ihren Nutzen haben würden. Da es z.B. über drei Altersgruppen bisher kaum Literatur über deren Probleme und Wünsche gibt, die mit dem Verkehrsgeschehen im Zusammenhang stehen, wurden bisher erst einmal folgende drei Befragungen durchgeführt:

 

 

Weiter ...

Über die Weiterentwicklung des Projektes können Sie sich informieren

  • über das kostengünstige Abonnement von mobilogisch! – Zeitschrift für Ökologie, Politik & Bewegung www.mobilogisch.de,
  • indem Sie in das Kontaktformular als Mitteilung „Newsletter“ einsetzen und/oder
  • indem Sie uns ab und zu auf dieser Website besuchen.

 

Auf der Website www.fuss-ev.de finden Sie unter Themen eine ganze Reihe von Rubriken, von denen wir im Zusammenhang mit der Fußverkehrsstrategie auf folgende besonders hinweisen möchten: Förderung des Fußverkehrs in Städten und Dörfern, Aspekte der Stadtplanung und Planungsbeispiele sowie Planungsgrundlagen für den Fußverkehr.

FUSS e.V. kann Ihnen mit der Website www.geh-recht.de einen sehr umfangreichen Service bieten: Hier werden weit über 100 Fragestellungen, nach 14 Themenblöcken sortiert, aufgrund der aktuellen Regelwerke (Stand der Technik) erläutert. Wir empfehlen Ihnen den www.geh-recht.de> Fußverkehrsanlagen-Schnelleinstieg.

Unter www.fuss-ev.de> Literatur finden Sie eine Zusammenstellung ausgesuchter Veröffentlichungen zum Themenkomplex der Fußverkehrsförderung.